Drei Wochen Kanada
- Nov 27, 2025
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Drei Turniere, viele Erfahrungen und ganz viel Dankbarkeit
Drei Wochen Kanada liegen hinter mir – drei Turniere, drei Städte, unzählige Eindrücke und Emotionen. Es waren intensive Tage, voller Tennis, Reisen, Erlebnisse und auch Herausforderungen. Und trotzdem schaue ich mit einem richtig guten Gefühl zurück.
Woche 1 – ITF W35 in Quebec City
Die Reise begann in Quebec City – einer charmanten, geschichtsträchtigen Stadt, die fast ein bisschen europäisch wirkt. An meiner Seite war in den ersten zwei Wochen Nina, und wie immer hatten wir eine richtig schöne Zeit zusammen.
Spielerisch lief es für mich gut:
Im Einzel erreichte ich das Viertelfinale, wo ich leider knapp verloren habe. Im Doppel schafften wir es bis ins Halbfinale. Es war eine Woche, in der ich vieles von dem, was wir im Training erarbeitet hatten, wirklich gut umsetzen konnte. Das hat mir Selbstvertrauen gegeben – vielleicht sogar mehr, als ich mir bewusst war.
Aber gleichzeitig waren meine Schulterschmerzen sehr stark. Es war zermürbend und hat mir mental einiges abverlangt. Trotzdem bin ich stolz, wie ich damit umgegangen bin und wie gut ich mich trotz allem bewegt und gespielt habe.
Woche 2 – W75 in Saguenay
Von Quebec ging es nach Saguenay – eine komplett andere Umgebung, ruhiger, kleiner, aber sehr herzlich. Turnierwoche Nummer zwei war spielerisch ebenfalls solide, auch wenn es am Ende wehgetan hat.
Ich gewann die erste Runde und führte in der zweiten Runde im dritten Satz bereits 5:3, 30:0. Ich war so nah dran – und habe das Match dann doch noch aus der Hand gegeben. Es war eine bittere Niederlage. Ich war danach wirklich traurig und frustriert.
Aber wenn ich das Ganze objektiv betrachte, dann habe ich eigentlich sehr gutes Tennis gespielt. Ich war mutig, aktiv, und ich habe wieder viel von unserem Training ins Match übertragen. Das ist es, worauf ich am Ende stolz sein kann – und auch bin.
Woche 3 – W75 in Toronto
Für die letzte Woche reiste meine Mutter nach Toronto – eine Stadt, die wir beide wirklich lieben. Es tat so gut, sie dabei zu haben, und wir haben die gemeinsame Zeit sehr genossen.
Leider waren meine Schulterschmerzen in dieser Woche extrem stark – vielleicht am stärksten von allen drei Wochen. In der ersten Runde spielte ich gegen eine sehr gute Gegnerin, gab alles, verlor aber am Ende. Spielerisch konnte ich trotz der Schmerzen wieder einiges zeigen, aber körperlich war es brutal tough.
Trotzdem: Toronto war besonders. Mit meiner Mutter unterwegs zu sein, Dinge anzuschauen, abzuschalten – das hat mir unglaublich gutgetan. Neben dem Tennis auch einfach mal „Jenny privat“ zu sein, ist für meinen Kopf so wichtig.
Fazit – Mehr als nur Tennis
Diese drei Wochen waren ein Mix aus hartem Tennis, körperlichen Herausforderungen, schönen Momenten, vielen Lachern, wertvollen Gesprächen und kleinen Abenteuern. Nina an meiner Seite zu haben, war – wie immer – mega. Wir verstehen uns blind und haben immer eine gute Zeit. Und die letzte Woche mit meiner Mutter war einfach besonders.
Ich habe mich spielerisch entwickelt, stärker gespielt als die Resultate zeigen, und ich gehe positiv und mit viel Selbstvertrauen aus dieser Tour raus.
Auch wenn nicht alles perfekt gelaufen ist, bin ich sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich nehme viel Erfahrung mit, viele schöne Erinnerungen – und auch ein bisschen Kanada-Liebe im Herzen.
Jetzt heisst es: Reha für die Schulter, weiterarbeiten und mit voller Energie nach vorne schauen. 💛🇨🇦























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